
Vor etwa 100 Jahren brach der wenig bekannte Novarupta Vulkan aus. Das war die weltweit größte Eruption des 20. Jahrhunderts. Der Ausbruch in in Alaska bescherte der Region einige Tage totale Finsternis. Erst ganze sechs jahre später gelangte ein Forscherteam dann in dieses Gebiet.
Der war ein heißer Sommertag für Alaska-Verhältnisse. In Katmai, einem beschaulichen Dorf in Südwestalaska, spielten am 6. Juni 1912 Kinder auf den Wiesen. Es war für dortige verhältnisse ein wunderschöner und relativ warmer Sommertag.
Frühwarnungen gab es 1912 noch nicht, denn die Wissenschaft der Vulkanologie war erst im Entstehen begriffen. Plötzlich begann die Erde zu beben, die gewaltigste Eruption des 20. Jahrhunderts erschütterte die Region.
Novarupta Vulkan – Ausbruch Stärke 6
Der Ausbruch des Novarupta hatte auf dem Vulkanexplosivitätsindex mit einer Skala bis 8 die Stärke 6. Angeblich gab es in den letzten 100.000 Jahren nur einen Vulkanausbruch der Stufe 8.
Die 500-Seelen- Gemeinde Katmai lag am nächsten am Epizentrum. Die Bewohner wurden mit einem Schiffskutter auf die Insel Afognakpak verbracht und evakuaiert. Als die menschen zu ihren Häusern zurückkehrten lag eine Schuttschicht von 30 Zentimetern über den Häusern. Dächer waren eingestürzt und stürzten durch die last der Asche noch ein. Während der Eruption wurden an die 15 Kubikkilometer Magma aus dem Erdinneren geschleudert.
Heute gibt es dort den Katmai-Nationalpark. Er gleicht einer riesigen, unheimlichen Mondlandschaft. Im Jahr 1950 stellten Forscher fest, dass Novarupta – und nicht wie bis dahin angenommen Katmai – die Hauptausbruchsstelle war.
Der riesige Vulkanausbruch brachte sogar für das kontinentaleuropäische Klima Folgen.



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