
Fast jeder hat heute schon vom Müllstrudel oder „trash vortex” im Pazifik gehört. Hier handelt es sich genau um die Region in der der Nordstrom sich mit dem Südstrom trifft und eben einen Strudel bildet. Hier haben sich viele Tonnen von Plastikmüll angesammelt die nun auf ewige Zeiten im Kreis treiben.
Mittlerweile haben sich die wildesten Geschichten und Mythen gebildet die nun ebenfalls ihre Kreise in Zeitungen und im Internet ziehen.
Miriam Goldstein, ihres Zeichens Meeresbiologin versucht seit Jahren vergeblich mit diese Grüchten aufzuräumen.
Mythos: Im Pazifik gibt eine gigantische Insel, die aus schwimmendem Müll besteht.
TATSACHE: Millionen von winzig kleinen Plastikteilen (in mikroskopischer Größe bis zur Grüße eines kleinen Fingernagels) bewegen sich mit einer Dichte von etwa 4 Teilen pro Kubikmeter über eine Fläche von 5000 Quadratkilometern im Pazifik. Erschreckend dabei ist dass sich die Anzahl der Plastikteile in den letzten 40 Jahren signifikant erhöht hat. Seit den 70er Jahren werden nun regelmäßig Stichproben entnommen, die jeweils mehr Plastikteilchen beinhalten.
Mythos: Diese Plastikteile töten Meerestiere
TATSACHE: Manche Tiere werden durch das Plastik verletzt. Immer wieder werden tote Vögel und Fische gefunden deren Mägen voll von Plastik sind. Gleichzeitig gibt es aber viele Tiere, die das Plastik einfach wieder ausscheiden und nicht dadurch getötet werden. Gleichzeitig gibt es Tiere die sich in dieser neuen Umwelt hervorragend entwickeln. Dazu gehören Wasserinsekten und kleine Krabben. Eine der letzten Untersuchungen hat gezeigt, dass Wasserläufer viel mehr Eier in Plastikmüll ablegen als in einer natürlichen Umgebung. Nun stellt sich die Frage der Explosionsartigen Ausbreitung von Wasserläufern. Aber auch diese ist nicht vorhersehbar. Die Eier der Wasserläufer sind hellgelb und locken in der blauen Umgebung des Wassers schnell Fische an, die sie fressen. Bedenklich ist jedoch in erster Linie dass mit diesen Entwicklungen das ganze in vielen tausenden Jahren natürlich gewachsene System in nur wenigen Jahren aus dem Gleichgewicht kommt. Was das dann im Endeffekt für uns bedeutet können auch die Forscher und Wissenschaftler nicht wirklich genau vorhersehen.



Home

















